Schlaflose Nächte – Vorbeifliegende Tage

Heute geht es um etwas, das mich beschäftigt seit dem mein Gehirn die überaus grandiose Fähigkeit erlernt hat, aus einem unzusammenhängend erscheinendem Buchstabenwirrwarr sinnergebende Worte zu formen, welche einen in die unglaublichsten, spannendsten und abenteuerlichsten Welten entführen können.

Ja, heute geht es um die lieben Bücher.

Seit der ersten Klasse und meinem ersten selbstgelesenem „Buch“ (die Tobifibel) üben Bücher eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich aus. Da meine Eltern, im speziellen meine Mutter, dies relativ schnell erkannten und außerdem meine „Vorräte“ an Büchern die in meinem Zimmer lagen sehr schnell „aufgelesen“ waren (haha – Wortspiel),  bekam ich auch Zugang zur elterlichen Bibliothek. Zum ersten Mal eröffneten sich mir neue Welten und Sichtweisen außerhalb von TKKG, Abenteuer mit der Pizzabande, oder Tina & Tini

Und somit kam ich mir richtig erwachsen vor, als ich mein erstes Buch von Heinz G. Konsalik gelesen habe. „Das Frauenbataillion„, eigentlich gar kein Buch für einen 10-jährigen… (kurz: Es geht um weibliche russische Scharfschützinnen im zweiten Weltkrieg.)

Seit diesem Zeitpunkt war kein Buch mehr vor mir sicher und ich stürzte mich auf Titel wie: „Die Schatzinsel“, „die unendliche Geschichte“, „Momo“, usw., usw…
Parallel dazu besuchte ich die Bücherei unserer Grundschule (ja wir hatten tatsächlich eine Bücherei…und wie voll die war!) und fortan verschlang ich die Karl May Bände, diverse Fantasybücher, alles was es von „Was ist Was“ gab, massenweise Bücher über den zweiten Weltkrieg und sogar die Autobiographie von Tony Hawk, den ich immerhin aus meinem Playstationspiel „Tony Hawk Pro Skater“ kannte.

Ich nahm alles mit was ich mitnehmen konnte. Die Leihfrist betrug drei Wochen und oftmals konnte ich den Stapel Bücher kaum nach Hause tragen, geschweige denn alles in drei Wochen auch durchlesen.

Meine Kindheit bestand somit hauptsächlich aus drei Eckpfeilern der Freizeitbeschäftigung: PC-Spiele, Fernsehen und Lesen! Irgendwie pendelte ich immer zwischen den drei Dingen hin und her. Besonders die Nacht bzw. der späte Abend war den Büchern vorbehalten. Nicht nur einmal brannte Nachts um halb zwei noch die Nachttischlampe, während mir teilweise vor Müdigkeit die Bücher aus der Hand fielen.

Doch irgendwann änderte sich leider mein Verhältnis zum Lesen. Statt das ich ab 22:30 Uhr im Bett lag um eines meiner Lieblingsbücher zum zehnten Mal durchzulesen, saß ich vor dem PC um noch diese, oder jene Sache fertigzustellen, oder um noch darauf zu warten, das Person xy auch endlich ins Bett ging, damit eine unglaublich spannende Chatkonversation ihr wohltuendes Ende fand.

Zum Teil schiebe ich diesen Umstand auf die Möglichkeiten der heutige Technik und auf unser Verhältnis zu derselben (Stichwort: Waffen töten keine Menschen…), zum andere fehlt mir aber auch das Repertoire an Büchern, welche in der Lage sind mich wachzuhalten, zu fesseln und für eine Weile jede Minute meiner Zeit zu verschlingen. Bücher die sofern ich sie aufschlage, mich sofort in ihren Bann ziehen. Bücher die mich mit den Protagonisten frieren, schwitzen, weinen, oder lachen lassen.

Diese Art von Literatur vermisse ich seit längerem.

Die letzte Buchreihe bei der ich dieses Empfinden hatte war „Der Kreis der Dämmerung“ von Ralf Isau. Vier Bände, voll mit Fantasyelementen, verquickt mit politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts im Kampf gegen eine böse Macht. Herrlich.
Davor war es „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone„…nie werde ich vergessen, wie ich im Sommerurlaub im schattigen Gras lag, über mir der Wind durch die Bäume wehte und ich voller Freude dieses in einen grünen Einband gebundene Buch mit goldener Schrift aufschlug um in seiner Welt zu versinken…

Um zu verdeutlichen wie selten ich auf solche Art Bücher stieß: Als ich den Kreis der Dämmerung las, war ich 19 Jahre alt und Nijura las ich mit 15…dies liegt im aktuellen Zeitfluss nun schon nahezu 10 Jahre zurück.

Diesem Umstand muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden! und so bin ich für allerlei Buchvorschläge und Erfahrungen eurerseits dankbar, damit nicht die Funktions(un)fähigkeit eines technischen Gadgets des Nachts meinen Geist beschäftigt hält, nein viel mehr soll dies einem besonderen Buch vorbehalten sein, welches ich bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen kann…..

Euer Neomanu90

Neomanu90

Moin liebe Leute!

Ich bin der Neomanu, Bewohner des hohen Nordens und Betreiber dieses Bloges. Meines Zeichens bin ich studierter Wirtschaftsjurist, derzeit Angestellter im öffentlichen Dienst und zufriedener Mittzwanziger.

In meiner Freizeit pflege ich eine Vielzahl von Hobbys. Unter anderem das der Fotografie, Literatur, Musik, Sport, Videospiele, u.v.m.

Etwas mehr über mich findest du in "Über mich".

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