Was man in einem Gespräch alles nicht tun darf – Eine Anleitung zum Beliebt werden Teil I

In der Spongebob-Folge „Der Aufsatz“ hat Spongebob die Hausaufgabe einen 800-Wörter Aufsatz über die Thematik „Was man an einer Ampel alles nicht tun darf“ zu Papier zu bringen. Ich denke für die Betrachtung unserer Thematik ist es ebenso aufschlussreich einmal aufzuzeigen, was man in einem Gespräch alles nicht tun darf. Legen wir also los!

In einem Gespräch darf man nicht…

…schauen wie der Kettensägenmörder

ein abweisender Gesichtsausdruck ist für mich der Gesprächsblocker schlechthin. Es vermittelt dem gegenüber nicht nur das man jetzt lieber ganz woanders wäre, nein es verhindert das überhaupt jemand die Aufnahme eines Gespräches in Betracht zieht. Die meisten Menschen sind im ersten Kontakt mit jemandem Fremden einfach eher vorsichtig und zurückhaltend. Wie sympatisch und vertrauenserweckend wirkt da wohl jemand der einen Gesichtsausdruck präsentiert, als wenn er sich auf dem Weg zum Casting für den nächsten Texas-Chainsaw-Film verlaufen hat?

Natürlich geht es auch nicht darum mit einem grenzdebilen Grinsen durch die Gegend zu spazieren und den Eindruck zu erwecken man wäre bis unter die Nasenflügel dichtgekokst. Aber ein leichtes Lächeln in Kombination mit einer offene Körpersprache (geöffnete Arme, ganz leicht geneigter Kopf mit einem abgesenktes Kinn) können wahre Wunder wirken.
Das signalisiert dem Gegenüber nämlich: „Hey ich mag dich, vertraue dir und habe nicht vor dir eine Kettensäge in deinen hässlichen Kopf zu rammen!“

…reden wie ein Staubsauger auf Ecstasy

hierbei geht es primär um die Quantität des gesprochenen Wortes pro Minute. Während Musikkünstler oder Politiker teilweise ihr Geld damit verdienen möglichst viele Worte in einen Satz unterzubringen, ist es für Menschen die sympathisch wirken wollen absolut Fehl am Platze. Viele Worte erzeugen bei deinem Gegenüber sehr schnell Unaufmerksamkeit und vor allem eine geringere Verarbeitung des Gesprochenen.
Ergebnis ist zuerst die geistige und im Nachgang auch die körperliche Abwesenheit des Gesprächspartners.

Achte also auf eine langsame Sprechweise und Pausen in deinen Sätzen. Damit gibst du deinem Gegenüber Zeit das Gesagte zu schnallen und er wird dir wesentlich lieber und aufmerksamer folgen.

…ein egozentrisches Weltbild aufbauen

Während man Galileo Galilei als Verteidiger des heliozentrischen Weltbildes eine gewisse Grundsympathie attestieren kann fällt dies bei Gesprächspartnern, welche meinen sie seien der Mittelpunkt des Universums ungleich schwieriger. Dabei sind nicht einmal Personen gemeint, die einem das Gefühl vermitteln es schiene ihnen die sprichwörtliche Sonne aus dem Allerwertesten.
Nein, viele Mensch streben automatisch danach zu zeigen was für tolle Hechte sie seien.

Du warst letztes Jahr in der Türkei? Also ich fliege auf die Seychellen! Ach, du fährst einen Mercedes? Also ich bin schon mal Porsche gefahren. Deine Eltern sind Cousins? Ha! Meine sind Geschwister!

Wie aus diesem kleinen überspitzten konstruierten Beispiel hoffentlich ersichtlich ist fühlt sich fast jeder Mensch wohl, wenn er über sich sprechen kann, oder in einem Gespräch im Mittelpunkt steht. Wenn du also Fragen stellst und es in einem Gespräch so wenig wie möglch um dich geht, erzeugst du bei deinem Gegenüber das Gefühl „Hey hier interessiert sich jemand für mich / Ich kann etwas über mich erzählen“. Das führt dazu, dass du als angenehmer Gesprächspartner wahrgenommen wirst und man sich gerne in deiner Nähe aufhält.

Weiterhin erfährst du etwas über den Anderen. Was interessiert ihn? Womit beschäftigt er sich in seiner Freizeit? Was sind seine Hobbys? Welche Wünsche hat er? Welche Ziele? Dabei geht es nicht um plumpe Ausfragerei, viel mehr ist dies eine Möglichkeit den Anderen kennenzulernen. Je mehr du über ihn weißt desto einfacher kannst du auf ihn eingehen und es eröffnet dir eine Vielfalt an weiteren Gesprächsthemen. Neben einem signifikant höheren Wohlfühlfaktor in deiner Nähe wird man sich außerdem auch in Zukunft gerne an dich wenden.

Okay bis hierhin hast du gelernt:

  • nicht wie der Kettensägenmörder gucken
  • Sprechtempo knapp über dem von IA halten
  • du bist kein Nobelpreisträger, der seine Weisheiten der Welt mitteilen muss

Das machst du bereits alles, aber trotzdem enden deine Gespräche nach den ersten paar Minuten? Sei gespannt auf Teil II: Was man in einem Gespräch alles nicht tun darf!

Euer Neomanu90

Neomanu90

Moin liebe Leute!

Ich bin der Neomanu, Bewohner des hohen Nordens und Betreiber dieses Bloges. Meines Zeichens bin ich studierter Wirtschaftsjurist, derzeit Angestellter im öffentlichen Dienst und zufriedener Mittzwanziger.

In meiner Freizeit pflege ich eine Vielzahl von Hobbys. Unter anderem das der Fotografie, Literatur, Musik, Sport, Videospiele, u.v.m.

Etwas mehr über mich findest du in "Über mich".

 

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